Dating weltweit

Aus Flirt-Wiki - das Wiki rund ums flirten!
Wechseln zu: Navigation, Suche

Weltweit flirten und daten Menschen miteinander. Doch jedes Land hat seine eigenen Dating-Regeln, Normen und Gewohnheiten. Wir zeigen euch, in welchem Land welche Dating-Regeln vorherrschen!

Amerika

USA

In Amerika gibt es eine ganze große Anzahl von Dating-Regeln, die zu befolgen sind. Bei diesen Regeln geht es nicht nur um das Verhalten beim Dating, sondern vor allem um die richtige Reihenfolge des Kennenlernens.

In Deutschland ist es üblich sich am Wochenende zu verabreden, in den USA hingegen verabredet man sich unter der Woche für ein erstes Treffen. Das hat zwei Gründe. Zum einen, weil das Date denken könnte, man hat keine Freunde oder sonstige sozialen Kontakte und deshalb am Wochenende Zeit. Zum anderen signalisiert ein Date am Wochenende schon eine besondere Zuneigung, da man die wertvolle Freizeit für das Date reserviert.

Das erste Date läuft in den USA sehr klassisch ab. Der Mann holt die Frau Zuhause ab und bringt sie nach dem Date auch wieder zurück. Von ihm wird außerdem erwartet, dass er die Tür aufhält, den Stuhl zu Recht rückt und die Rechnung bezahlt. Häufig werden beim ersten Date auch schon die wichtigsten Fragen geklärt und eine Art Fragenkatalog abgearbeitet, um auszuloten, ob es sich lohnt, sich für ein weiteres Date zu verabreden. Bei den Fragen geht es um die Zukunftspläne und Lebensvorstellungen der beiden Parteien und wie kompatibel diese sind.

Scheinen die Lebenspläne zusammen zu passen, dann kommt es zu einem zweiten Date. Die Verabredung für ein zweites Date wird in den meisten Fällen jedoch nicht schon am Abend des ersten Dates getroffen. Nach dem ersten Date sollte er sie innerhalb von drei Tagen anrufen und um ein zweites Date bitten.

Für Amerikaner ist es normal, mehrere Dates parallel zu haben und sich mit vielen Partnern zu treffen. Deshalb steht nach einigen Dates „The Talk“ an. Bei diesem Gespräch wird geklärt, ob man eine Partnerschaft eingehen möchte und sich nur noch exklusiv trifft.

Für die amerikanischen Frauen gibt es viele grundsätzliche Dating-Regeln. Die zwei wichtigsten sind „Never kiss on the first date.“ (Küsse nicht beim ersten Date) und „No sex until the third date“ (Kein Sex vor dem dritten Date). Vor allem die zweite Regel ist wichtig, wenn man auf der Suche nach einer festen Beziehung ist und nicht nur eine kurze Affäre möchte. Für viele bedeutet das aber auch, dass wenn man beim dritten Date keinen Geschlechtsverkehr hat, aus der Beziehung nichts wird und man sich nicht weiter trifft.

Asien

Indien

Nach wie vor werden die meisten Ehen - ca. 90% !!! - in Indien von den Eltern arrangiert und erfolgen, ohne dass die Partner sich zuvor bei Dates kennenlernen können. In manchen Fällen treffen sich Braut und Bräutigam sogar erst bei der Hochzeit zum ersten Mal. Jedoch werden auch immer häufiger Liebes-Ehen von den Familien und der indischen Gesellschaft akzeptiert. Die Dates vor einer solchen Liebes-Ehe finden jedoch meist im Geheimen statt, da das Daten gegen die religiösen Traditionen der Inder verstößt.

Ob bei einer arrangierten Hochzeit oder einer Liebes-Ehe, in Indien ist es gang und gäbe, dass die Eltern im Vorfeld der Hochzeiteinen Privatdetektiv engagieren, um mehr über die Braut oder den Bräutigam zu erfahren. Damit wollen die Familien sichergehen, keinem Heiratsschwindler aufzusitzen. Besonders wichtige Informationen sind der Ruf, das Gehalt und die Familienverhältnisse der zukünftigen Ehepartner.

Eine Hochzeit hat in Indien einen sehr hohen Stellenwert, da sich nicht nur die Partner, sondern auch die Familien verbinden.

Japan

Unter jungen Japanern sind sogenannte Gōkon oder Kompa eine übliche Form, um einen Partner kennenzulernen. Übersetzen kann man diese Form des Kennenlernens mit „Kuppeltreffen“. Ein Mann und eine Frau organisieren zusammen ein Treffen, zu dem beide die gleiche Anzahl männliche und weibliche Bekannte mitbringen, die sich noch unbekannt sind. Bei Karaoke, lockeren Unterhaltungen und Spielen können sich die Männer und Frauen kennenlernen und im Idealfall bilden sich Paare.

Da in Japan viele junge Erwachsene, bis sie einen Partner finden und heiraten, bei ihren Eltern leben, treffen sich Paare häufig in Love Hotels, um ein wenig Zweisamkeit zu genießen. Im Gegensatz zu den Stundenhotels hier zu Lande, gelten Love Hotels in Japan nicht als anrüchig und gehören zum japanischen Alltag.

Eine traditionelle Art in Japan, einen potentiellen Ehepartner kennenzulernen, ist ein sogenanntes Omiai. Eine Vermittlerin zeigt die Kurzprofile verschiedener Kandidaten und bei gegenseitigem Interesse wird ein Omiai verabredet. Dieses Treffen findet üblicherweise in einem Restaurant statt und die Eltern sowie der Vermittler sind ebenfalls anwesend. Besteht nach dem ersten Kennenlernen auf beiden Seiten Interesse, wird ein Treffen ohne die Eltern und den Vermittler verabredet.

In vielen Ländern wird es als selbstverständlich angenommen, dass der Mann bei einem Restaurantbesuch die Rechnung begleicht. In Japan hingegen ist es üblich, dass die Rechnung geteilt wird.

Südkorea

In Südkorea ist es auch heute noch üblich, auf traditionelle Weise einen Partner zu suchen. Eltern, Freunde, aber auch Kollegen und Arbeitgeber arrangieren Blind Dates für Singles im heiratsfähigen Alter. Solchen Treffen finden üblicherweise in Cafés oder Restaurants statt. Nicht nur Blind Dates, sondern auch viele Ehen, die in Südkorea geschlossen werden, sind auch heute noch durch die Familien arrangiert.

Dates, die nicht durch die Eltern arrangiert werden, laufen nach bestimmten Regeln ab. Die ersten Treffen finden in einer größeren Gruppe statt oder die Frau bringt eine Begleitperson mit, die während des Dates anwesend ist. Die Südkoreaner sehen ein Date als den Beginn einer Beziehung an und es wird davon ausgegangen, dass sie nach dem ersten Date ein Paar sind. Trotzdem ist während den Treffen in der Öffentlichkeit jeglicher Austausch von Zärtlichkeiten, wie Händchen halten oder Küssen, tabu.

Ganz klassisch wird auch in Südkorea erwartet, dass der Mann bei einem Date die Rechnung zahlt. Darüber hinaus ist es für südkoreanische Frauen ganz normal, dass ihr Freund ihre Handtasche trägt. Männer mit Handtaschen in Einkaufscentern, Schulen, der U-Bahn und an anderen öffentlichen Orten gehören daher zum normalen Stadtbild.

Bei Paaren die schon länger zusammen sind, wird es akzeptiert, dass sie in der Öffentlichkeit Händchen halten. Um ihre Zusammengehörigkeit zu zeigen, tragen Südkoreanische Paare gerne Outfits im Partnerlook. Nach der südkoreanischen Tradition dürfen Südkoreaner, bis sie beschließen zu heiraten, nicht das Haus ihres Freundes oder ihrer Freundin betreten. Diese Tradition wird auch heute noch befolgt.

China

In China spielen die Ehre der Familie und der Respekt vor den Eltern eine große Rolle. Deshalb haben die Eltern auch einen großen Einfluss, wenn es um Dating und die Ehe geht. Häufig wird davon gesprochen, dass man in China nicht nur die Frau, sondern auch ihre ganze Familie datet.

Der 11. November ist bekannt als der „China´s Singles´ Day“, ein inoffizieller Feiertag. An diesem Tag versuchen die Eltern ganz besonders ihre Kinder zu verkuppeln und sie zu ermutigen, einen Partner zu finden. Angeblich wurde der 11.11. ausgewählt, da die vier Einsen aussehen wie vier Singles die zusammenstehen.

Eine weitere Gelegenheit für chinesische Eltern ihre Kinder unter die Haube zu bekommen, ist der Heiratsmarkt in Shanghai. Bis zu 2000 Eltern kommen samstags und sonntags in den Park und hängen Schilder auf, auf denen sie ihre Kinder anpreisen. Alter, Größe, Job und Einkommen spielen die größte Rolle, aber die meisten Chancen hat der, der eine Wohnung besitzt. Gefällt eine Anzeige, nimmt man über die Handynummer Kontakt auf und trifft sich dann noch vor Ort zu einem ersten Verhandlungsgespräch. Ihre Kinder, um die es ja eigentlich geht, sind meist nicht dabei und nur die wenigsten chinesischen jungen Erwachsenen sind einverstanden damit, dass ihre Eltern auf dem Heiratsmarkt nach einem Partner für sie suchen.

Aber auch ohne die Verkupplungsversuche der Eltern treffen sich Chinesen, wie in einigen anderen asiatischen Ländern, zunächst in größeren Gruppen mit ihrem Schwarm zu einem Date. Erst im zweiten Schritt gehen Chinesen alleine als Paar aus. Bei einem romantischen Date zu zweit verhält man sich in China jedoch auch eher zurückhaltend und tauscht in der Öffentlichkeit keine Zärtlichkeit aus.

Sex vor der Ehe ist bei der älteren Generation nach wie vor verpönt. Aus diesem Grund kann eine Schwangerschaft vor der Ehe sogar dazu führen, dass die Eltern ihre Kinder enterben, weil diese in ihren Augen Schande über die Familie gebracht haben. Tatsächlich ist es in China illegal, ein außereheliches Kind auf die Welt zu bringen. Ein Gesetz sieht vor, dass unverheiratete schwangere Frauen eine Abtreibung vornehmen.

Hat ein Paar nach mehreren Dates gemerkt, dass sie gut zueinander passen und eine Beziehung führen möchten, dann kommt wieder die Familie, insbesondere die der Frau, ins Spiel. Gemeinsam mit der Familie wird die Entscheidung diskutiert, die Beziehung offiziell zu machen. Traditionell bringt der Mann der Familie der Frau bei jedem Besuch Geschenke mit, um bei ihrer Familie einen guten Eindruck zu hinterlassen. Der Respekt vor den Eltern spielt in China eine so große Rolle, dass ihre Wünsche respektiert werden, auch wenn sie nicht dem entsprechen, was die Kinder wollen. Mag die Familie den Mann nicht, dann hat die Beziehung keine guten Aussichten. Denn ganz nach dem alten Brauch muss der Mann auch heute noch bei den Eltern um die Hand der Frau anhalten.